Juli 2016 - Waterpistol

Eine Niederländerin und ein Brite machen zusammen Musik in Amsterdam - so könnte man das Duo Waterpistol in wenigen Worten beschreiben. Etwas ausführlicher ging es in der halben Stunde im Juli 2016 aber schon zu.

Nachhören:

Im Sommer 2014 trafen sich Naomi Zeilemaker und James Powell über einen Freund zum ersten Mal in einer Bar in Amsterdam. Wenig später gründeten sie eine zunächst sechsköpfige Band, aus der erneut nur wenig später das Duo Waterpistol hervorging, bestehend aus Zeilemaker (Gesang) und Powell (Songwriting).

Beim Songschreiben entsteht zunächst die Musik. "Die ist eine Art Bett, in das danach die Texte hineingelegt werden können", erklärt James Powell im Ferninterview mit Netzwelle 16. Einen Text könne er erst schreiben, wenn er wisse, wie sich die Musik anhöre.
Die Songtexte von Waterpistol drücken immer etwas Außergewöhnliches aus, beschreibt Naomi Zeilemaker. Häufig werde dabei lyrisch-poetisches Terrain betreten.

Die Kategorisierung ihrer Musik lehnen Waterpistol ab, nach eigener Ansicht könne man ihre Musik gar nicht in ein bestimmtes Genre einordnen - und das sei auch gut so. Die Hauptsache bei ihrer Musik sei, dass ein Gefühl transportiert werde.
Die Inspiration für ihre Songs kommt daher aus zahlreichen verschiedenen Musikbereichen. "Das Genre ist egal", sagt Zeilemaker. Sie wird von Musik inspiriert, die "aus dem Herzen kommt".

Die Motivation fürs Musikmachen bekommt James Powell von den Zuhörern. Sein Ziel sei es, eines Tages einen seiner Lieblingsmusiker zu treffen, dem Powells Songs gefallen und den sie berühren.


Der Song "The Good Life" ("Das Gute Leben") erschien Ende Mai 2016 auf der gleichnamigen EP von Waterpistol. Das im Song beschriebene "gute Leben" bezeichnet dort, so Powell, ein "leeres Leben", einen Zustand, "in dem man eher sterben als weiter das leere, perfekte Leben leben will". Besser sei ein unperfektes Leben, das noch jahrelang dauert und in dem Menschen auch Fehler machen können.

Website: waterpistol.nl